Der „Konstanzer Shanty-Chor e.V.“ wurde am 2. Mai 1991 von 22 Männern
als der südlichste Seemannschor Deutschlands gegründet.

Dem Chor gehören heute 23 Sänger und 6 Musiker an,
(Akkordeon, Gitarre, Banjo, Mundharmonika, E-Bass und Schlagzeug)

Mittlerweile hat sich der Chor über die Grenzen von Baden-Württemberg hinaus einen Namen gemacht.
Plattdeutsche Lieder von der Waterkant, Seemannslieder und Schlager, aber auch echte Shanties in
englischer und französischer Sprache gehören heute zum 100 Titel umfassenden Repertoire des Chores.

Neben einigen echten Seefahrern, haben wir auch zahlreiche Binnenskipper und sogenannte Landratten
unter uns, die alle eines gemeinsam haben: die Freude am Gesang maritimer Lieder.

 Der „Konstanzer Shanty-Chor“ blickt auf viele erlebnisreiche Auftritte zurück, wie z.B.:
    -Fernsehauftritt im SWF anlässlich der Prämierung der „Gold-Dörfer“ auf der Insel Mainau,
    -Teilnahme bei der ZDF-Fernsehproduktion „Drei Länder - Ein See“ mit Gisela Stern und Peter Strecker;
    -Mitwirkung bei der Fernsehproduktion „Kein schöner Land“ mit Günter Wewel;
    -Teilnahme beim „Größten Shanty-Chor Deutschlands“ im ZDF-Fernsehgarten mit Ilona Christen,
    -Teilnahme bei mehreren Hafenkonzerten des SWF.
Neben vielen Auftritten in unserem Heimatgebiet und der benachbarten Schweiz, bei maritimen Veranstaltungen,
Geburtstagsfeiern, Vereinsfesten etc. denken wir auch gerne an die erfolgreichen Konzerte, u.a. in Zürich, Paris, Reims, Fontainebleau, Wien und Innsbruck, zurück.


Was sind Shanties ?

Wer das Wort „Shanty“ hört, denkt unweigerlich an Segel, Wind, Meer, Freiheit und Abenteuer.
Dass dem nicht immer so war, erzählen viele Überlieferungen über die harte Arbeit an Bord der Segelschiffe, über Entbehrungen und Krankheiten.
Dies alles kommt in den Liedern der Fahrensleute zum Ausdruck. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, diese alten Sea-Songs, aber auch die neueren, modernen Unterhaltungslieder über die Seefahrt zu pflegen, um unserem großen Publikum, aber auch uns selbst, Freude zu bereiten.

Die große Zeit der Windjammer ist längst vorbei. Und doch wirkt diese Epoche der rauhen Wirklichkeit auf den Segelschiffen auf uns romantisch, wenn wir ihre Lieder hören.
Ein Shanty, (Der Begriff ist vermutlich abgeleitet von dem englischen Wort “chant” bzw. dem französischen Wort „chanter“) ist ein Arbeitslied, das z.B. am Gangspill, an der Pumpe, oder beim Segelhissen gesungen wurde, um die schwere Arbeit zu koordinieren.
Neben den reinen Arbeitsliedern gab es auch Pollerlieder, die sogenannten “Forebitter-Songs”.
Diese Freizeitlieder wurden meistens mit einer Fiedel, Harmonika oder Gitarre begleitet und erklangen in der Regel während der Freizeit, wenn die Seeleute abends auf den eisernen Pollern saßen und ihren sentimentalen Gedanken nachhingen.